die ersten 5 Jahre

Am Anfang stand ein lockeres Gespräch im Jahre 1997, in dem eine Hand voll Langenzersdorfer über die Ausrichtung einer Langenzersdorfer Faschingssitzung philosophierte und dies in ferner Zukunft als überlegenswert erkannten.

Diese Formulierung lässt den Schluss offen, dass mit dieser Einstellung nicht im entferntesten damit zu rechnen war, dass diese Veranstaltung, bzw. diese Veranstaltungsart jemals Wirklichkeit werden sollte.

Umso überraschender war die Tatsache, dass Beatrice und Walter Offenbeck 1998 im Freundeskreis Akteure für die erste Langenzersdorfer Faschingssitzung suchten, und schließlich diese auch fanden. Neben Dieter Dlesk (Büttrede als Honigschleuderer), Traude Petz und Karl Grabner (damals schon als die Statuen) fanden sich mehr und mehr Freunde und Bekannte ein, diese Veranstaltung zu unterstützen und daran teilzunehmen.

Eröffnet wurde die erste Faschingssitzung mit einer professionellen Samba-Truppe, die sofort nicht nur die Herren im Saal begeisterte, sondern quer durch die Besucherschar Gäste fand, die mit auf die Bühne kamen. Der Startschuss für einen erfolgreichen Abend war gefallen, und ab nun gab es kein zurück mehr.

Ebenfalls Teilnehmer der "ersten Stunde" war Elizabeth Mills-Karzel mit einer sehr jungen, dafür umso hinreißenden Tanz-gruppe, die als "Pumuckl" einen Teil des Abends bestritten.

Obwohl gemeinhin die These als anerkannt gilt, dass Fortsetzungen nur selten imstande sind das Original zu übertreffen, traten wir im Jahr 2000 als neu gegründeter Verein die euLEn den Gegenbeweis an.

Noch immer motiviert mit dem Echo der ersten Veranstaltung stießen schon bald neue Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum bestehenden Team. Roman Kyncl und Gerhard Trittner nahmen zielsicher pointiert den laufenden Gemeinderatswahlkampf auf die Schaufel und auch Renate Kolfellner bot dem Publikum gekonnt eine bunte Mischung aus Gesprochenem und Gesungenem. Ebenso wieder mit von der Partie rund um die euLEn, die in diesem Jahr kein gutes Haar am Gendarmerieposten Langenzersdorf ließen.

In diesem Jahr jedoch zeichnete sich schon ab, dass das Eintrittskartenkontingent bei weitem nicht mit dem Wunsch nach Karten Schritt halten kann.

Um den Schwierigkeiten der Vorjahre bezüglich des Kartenverkaufs zu entgehen (massenhafte Reservierungen, zu wenige Plätze), gaben wir dieses Jahr zum ersten Mal 2 Vorstellungen.

Die Sambatruppe der ersten Faschingssitzung wurde wieder geholt, damit war der Einstieg wieder gesichert. Neu allerdings und im Jahre 2001 von Roman Kyncl geboren, der "LE-Song". Dieses Lied sollte uns noch lange begleiten, und der darin enthaltene Gruß "LE" mutierte in kürzester Zeit zum allgemeinen Gruß von Gleichgesinnten.

Was die einzelnen Programmpunkte anbelangt - es wurde immer professioneller, die Proben begannen schon ein halbes Jahr vorher, bei Castings wurden unter voller Objektivität nur die besten Nummern herausgesucht - wir sahen uns langsam aber sicher mit dem Problem konfrontiert mehr gute Nummern als effektive Spielzeit zu haben.

2002 - der endgültige Schritt in Richtung Professionalität war getan. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal ein Dekorations- und Nummernmotto bestimmt - es war "Moulin Rouge". Davon zeugte nicht nur eine fünf Meter große beleuchtete rote Mühle auf der Bühne, die unter Anleitung von Edurard Boigner (der Beginn einer langjährigen Bühnenbaukarriere) entstand  - auch zahlreiche Darsteller versuchten in Ihren Texten und Stücke das Thema Moulin Rouge zu integrieren.

Die eulalien - eine zu größtenteils aus Langenzersdorferinnen bestehende Tanztruppe unter der Leitung von Christine Batik wurde geboren. Gleich zwei Eröffnungen stellten die Formation auf die Beine; mit ihrem Can-Can läuteten sie die Veranstaltung ein und mit ihrem Itsy Bitsy holten sie nach der Pause auch die letzten Zuschauer von der Bar zurück auf ihre Plätze...

Auch im Bezug auf die Programmnummern hat sich einiges getan - immer größere Bühnenumbauten und noch anspruchs-vollere schauspielerische Leistungen waren gefragt. Zwischen "(T) Raumschiff Enterprise", "Wer will mich" und dem von der Musikkapelle Langenzersdorf inszenierten "Arbeitsrhythmus am Bauhof" wurde noch heftig die Hochzeit der "Statuen" von Traude Petz und Karl Grabner und die Geburt des "Weinbeißers" durch Hans Batik zelebriert...

Derf's no a bisserl mehr sein?... Nach den allbekannten Schlachten um Eintrittskarten, entschlossen wir uns, die Faschingssitzung von nun an, an drei Tagen in Folge zu veranstalten.

Nach "Moulin Rouge" im Vorjahr war das Thema 2003 ein Sprung über den großen Teich - sie haben es erraten - "Amerika". Eine neue und gute Formation waren die LE-Youngsters und, mittlerweile auch bereits pragmatisiert - der Auskehrer alias  Christian "Widi" Widhalm.